Fernmeldeturm Wiesental

 

Der Turm ist mit seinen drei Plattformen und den beiden auf der zweiten Plattform (Höhe 68 Meter) errichteten Betriebsgeschossen einer der großen Richtfunktürme. Im ersten Betriebsgeschoss waren früher ein Aufenthaltsraum für Betriebskräfte, eine Werkstatt, sowie Lagerräume untergebracht. Dies ist jedoch heute aus brandschutztechnischen Gründen nicht mehr zulässig. Im zweiten Geschoss befindet sich die Fernmelde- und Funktechnik.

Zum Zeitpunkt der Erbauung war der Weitverkehrsrichtfunk Hauptnutzungszweck. Der Fernmeldeturm in Wiesental war Bestandteil eines bundesweiten Richtfunknetzes für den damaligen Fernverkehr der Deutschen Bundespost (später Telekom AG) und stellte in Verbindung mit weiteren großen Fernmeldetürmen in unserer Region z.B. die Türme in Karlsruhe-Grünwettersbach und Mannheim, ein engmaschiges Netz dar. Der Richtfunk für Fernverkehr verlor allerdings mit zunehmendem Ausbau der Kabelverbindungen stetig an Bedeutung.

Aktuell ist auf dem Turm noch folgende Technik vorhanden:

·Richtfunkverbindungen für Mobilfunkstandorte in der Region (Sammlerstandort)

·Richtfunk im Regionalverkehr der Deutschen Telekom AG.

·Mobilfunksender für LTE-Netz

·Mobilfunk für die ICE- Anbindung der DB

Das höchste Bauwerk im Bruhrain ist nach der Sprengung der 152 Meter hohen Kühltürme des Kernkraftwerks heute der um zwei Meter kürzere Abluftkamin auf dem Kraftwerkgelände. Sollte der geplante Bau des Windparks Lußhardt durchgeführt werden, würden die zehn Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von 164 Meter die höchsten sein. Die senkrecht stehende Rotorblattspitze hätte dann eine Höhe von 238,5 Meter.

EH / HPH

Mit freundlicher Genehmigung der Tageszeitung BNN.